Eine schwache zweite Halbzeit kostet die Gäste den möglichen Sieg

Durch die Niederlage in Kall wird der SSV in der Tabelle ins Mittelfeld durchgereicht

Kaller SC 2 - SSV Weilerswist 1:0 (0:0).

Zwei komplett unterschiedliche Halbzeiten erlebten die Zuschauer im Kaller Grenzlandstadion an diesem verregneten Sonntag. Dabei gehörte die erste Halbzeit klar den Weilerswistern, die von Beginn an Druck entwickelten. In der Verteidigung fing der an diesem Tag überragende Andi Dohm jeden langen Ball der Gastgeber ab, im Mittelfeld wurde gut kombiniert, einziges Manko blieb die schwache Chancenverwertung. So besaßen Luca Morina, Tommy Tummers, und Alex Repgen zum Teil sehr gute Schusschancen, doch wurden an diesem Tag leider auch die besten Gelegenheiten ausgelassen. Der SSV kontrollierte die Partie dennoch über vierzig Minuten lang, ehe die Gastgeber kurz vor dem Halbzeitpfiff zu einer ersten guten Chance kamen. Für den zweiten Durchgang hatte man sich auf Weilerswister Seite viel vorgenommen: Einfach so weiterspielen, und dann die Chancen besser nutzen. Doch leider sollte es anders kommen. Mit dem Wiederanpfiff schien eine neue SSV-Mannschaft auf dem Platz zu stehen. Das Offensivspiel wurde komplett eingestellt, einfachste Pässe fanden den Addressaten nicht mehr, und zu allem Überfluss wackelte nun auch die bis dato so stabile Deckung. Da man den Kallern nun den nötigen Raum zugestand, zeigten die Eifeler, dass sie, wenn man sie lässt, auch guten Fußball spielen können. Vor allem der agile Peter Skiba setzte sich ein ums andere Mal auf der linken Seite durch und setzte die KSC-Stürmer gut in Szene. Eine Viertelstunde vor dem Ende rächte sich dann die Weilerswister Passivität. Im Mittelfeld führte ein Missvrständnis zum Ballverlust, und die Überzahlsituation nutzte ein eingewechselter Kaller Spieler zum entscheidenden Tor. Kurz zuvor hatte der SSV seine einzige Chance im zweiten Durchgang vergeben, als ein gut vorgetragener Angriff gerade noch vor der Torlinie abgefangen wurde. Die letzten Minuten standen die Gastgeber tief, der SSV bemühte sich zwar nochmal Druck aufzubauen, aber es fehlten letztlich die Mittel, die tief stehende Kaller Abwehr entscheidend unter Druck zu setzen. Und so stand man am Ende mit leeren Händen da, aufgrund einer starken ersten Hälfte absolut unnötig.

SSV Weilerswist: Kühlborn - Springer - Dohm - Büllesbach (79.min Schallenberg) - Toussaint - Groß (73.min Heigl) - Knaub - Tummers - Morina - Dederichs - Repgen - (67.min Litsch)