Schwaches Spiel von Beiden - aber keine Punkte für den SSV

In Erfthöhen besiegelt erneut ein Elfmeter die 0:1 Niederlage

SG Erfthöhen - SSV Weilerswist 1:0 (0:0).

Bereits am Dienstagabend stand für die Weilerswister das unangenehme Auswärtsspiel in Erfthöhen an. Unangenehm deshalb, da man wegen der frühen Anstoßzeit unter der Woche, berufsbedingt auf einige Spieler verzichten musste. Dazu kam der enge Aschenplatz in Zingsheim der den Qualitäten der Gastgeber eher entgegenkam, als denen der spielstarken SSV-Mannschaft. Die Gastgeber standen sicher und sobald sich die Gelegenheit bot, wurde mit langen Bällen versucht das Mittelfeld zu überbrücken und irgendwie gefährlich vors Tor zu kommen. Da sich die Gäste dieser nicht unbedingt schön mit anzusehenden Spielweise anpassten, entwickelte sich im ersten Durchgang ein Spiel auf niedrigem Niveau, bei dem Torchancen Mangelware blieben. Die beste Chance der Gastgeber war ein Kopfball im Anschluss an einen weit geschlagenen Frfeistoß, der sein Ziel aber verfehlte (25.). Knapper war es da rund zehn Minuten später auf der anderen Seite. Einen Freistoß aus dem Halbfeld bugsierte ein SG-Verteidiger an den eigenen Pfosten, und den Abpraller brachte Dominik Dederich aus sehr spitzem Winkel letztlich nur ans Außennetz (35.).  Und so ging es mit einem leistungsgerechten 0:0 in die Kabinen. Der zweite Durchgang begann, wie der erste geendet hatte - mit langen Bällen. Torgefahr keimte, wenn überhaupt, nur bei Standardsituationen auf. Doch an diesem Abend hatte Tommy Tummers, anders als in Dom-Esch, leider nicht die nötige Zielgenauigkeit. Und so flogen seine Freistöße knapp über, oder am Tor vorbei. Aus dem Spiel heraus besaß Alexander Repgen die beste SSV-Chance, doch sein guter Schuss aus 20 Metern flog ebenfalls knapp am Pfosten vorbei (55.). Nach einer guten Stunde fand dann ein langer Ball der Gastgeber in der Nähe des Strafraums einen SG-Stürmer. Dieser gelangte in den Strafraum, sah sich dort gleich drei SSV-Verteidigern gegenüber, konnte dennoch nach innen ziehen, und fiel. Der Schiedsrichter zeigte - in Weilerswist gewöhnt man sich ja langsam dran - auf den Elfmeterpunkt. Anlauf-Tor-1:0. (65.). Was nun folgen würde war klar- Erfthöhen stellte sich tief hinten rein, schlug vornehmlich lange Bälle nach vorne und hoffte so Konterchancen zu bekommen. Der SSV versuchte über die außen, hinter die Deckung der Gastgeber zu kommen, was leider zu selten gelang. Und wenn war trotzdem immer ein SG-Verteidiger zur Stelle, der zur Ecke klären konnte. Da Weilerswist jetzt Alles nach vorne warf, kamen auch die Gastgeber noch zu einer guten Gelegenheit. Ein - wie sollte es anders sein - langer Ball kam im Sturmzentrum an, der Angreifer entschied das Laufduell für sich, ließ den Ball noch einmal auftitschen, und schoss das Leder dann im hohen Bogen Richtung SSV-Gehäuse, wo Stefan Kühlborn den Ball gerade noch mit den Fingerspitzen an den Pfosten lenken konnte (72.). Außer dieser Chance, gehörte die Schlussphase aber wieder dem SSV, einzig ein Tor wollte einfach nicht gelingen. Im Anschluss an eine Ecke beförderte der eingewechselte Torben Bulig den Ball, vom kurzen Pfosten aus, übers Tor (85.). Das sollte die letzten Chance in einem intensiv geführten, aber allenfalls mittelmäßigen Kreisliga A-Spiel bleiben. Am Ende hätte ein Remis dem Spielverlauf wohl am ehesten entsprochen, doch wieder einmal brachte ein Elfmeter die Weilerswister in Bedrängnis. Da dies schon der fünfte Strafstoß im siebten Spiel war, den der SSV gegen sich gepfiffen bekam, sollte man sich so langsam seine Gedanken machen, ob das Abwehrverhalten in der einen oder anderen Situation nicht doch ein wenig zu ungestüm oder naiv ist. Doch sei´s drum, nun gilt es, die Wunden zu lecken, die Fehler zu analysieren, und die Konzentration auf das kommenden Heimspiel gegen die SG Oleftal zu lenken. Mit vereinten Kräften, und der hofftenlich lautstarken Unterstützung der eigenen Zuschauer werden wir versuchen, dem Negativtrend auf unserem Platz entgegenzuwirken. (sk)

 

SSV Weilerswist: Kühlborn, Weber, Büllesbach (ab 78. Bulig), Dohm, Springer, Gross, Toussaint (ab 72. Schallenberg), Morina, Dederich, Tummers, Repgen.